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Portrait
Yrene Bühler
Beratung, seit 1989: Einzel-, Paar- und Familienberatung Gruppen, seit 1989: Workshops, Trainings, Seminare Partnerschaft, seit 1986 mit Daniel Meyer, gemeinsam in Oberrieden/ZH lebend
Werdegang Lehrerausbildung mit heilpädagogischer Zusatzausbildung. 17-jährige Tätigkeit als Lehrerin an der Volksschule und in heilpädagogischen Institutionen.
Ausbildung in orthomolekularer Ernährungslehre.
Ausbildung in Gesprächsberatung nach Rogers, Psychosynthese nach Assagioli, NLP (Dr. Hans Peter Kobler), Familienstellen nach Bert Hellinger, Existenzanalyse (Dr. Dr. A. Längle, B. Heitger).
Weiterbildung in Gestalttherapie, TZI nach Ruth Cohn, tiefenpsychologischer Körperarbeit (G. Rogers) |
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Lernen durch Erfahrung Durch die Lebendigkeit, Offenheit und Direktheit meiner Schüler; durch meine beiden langjährigen Partnerschaften und meine Freundschaften; durch die beraterische Arbeit - und ganz speziell durch die Begegnung mit Menschen, welche ein besonders schweres Schicksal tragen; durch meine eigene Wahrheitssuche und mein spirituelles Ringen; und „last but not least“ durch das Leben selbst, gerade und besonders durch den Lebensalltag.
Folgende Geschichte ist eine stimmige Analogie meiner Lebenserfahrungen:
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Glück oder Unglück - wer weiss das schon? Zur Zeit Lao Tses lebte ein alter Bauer in einem kleinen chinesischen Dorf. Sein einziger Besitz war ein prachtvoller weisser Hengst. Selbst der Kaiser träumte davon, dieses Pferd zu besitzen und bot dem Alten dafür Gold und Diamanten. Doch der Alte wies den Kaiser mit den Worten ab: "Mir fehlt es an nichts. Der Schimmel dient mir seit vielen Jahren und ist mir zum Freund geworden. Und einen Freund verkauft man nicht; nicht für alles Geld der Welt." Die Dorfbewohner lachten über soviel Unvernunft. Wie konnte der Alte bloss wegen eines Pferdes so viel Reichtum ausschlagen? Als eines Tages das Pferd aus dem Stall verschwunden war, liefen die Dorfbewohner wieder zusammen: "Jetzt bist du ärmer als zuvor. Kein Pferd zum Arbeiten und kein Gold zum Leben. Welch ein Unglück!" Der alte Bauer blickte bedächtig in die Runde und sagte: "Was redet ihr da? Das Pferd steht nicht mehr im Stall, das ist alles, was ich sehe. Vielleicht ist es ein Unglück, vielleicht auch nicht. Wer weiss das schon?" Einige Tage später stürmte der vermisste Schimmel, gefolgt von sechs wilden Stuten, laut wiehernd die Dorfstrasse entlang. "Oh, du Glücklicher! Jetzt hast du sieben Pferde und bist doch noch zum reichen Mann geworden", gratulierten ihm die Dorfbewohner. Der Alte schaute gelassen in die aufgeregte Menge und erwiderte: "Wieso sagt ihr nicht einfach: Jetzt hat er sieben Pferde. Ob das Glück bringt oder Unglück, wer weiss das schon?" In den folgenden Wochen stürzte der einzige Sohn des alten Bauern beim Zureiten einer Stute so unglücklich vom Pferd, dass er sich beide Beine mehrfach brach. Wieder versammelten sich die Leute vor dem Haus des Alten: "Dein Glück hat sich als Unglück erwiesen. Dein einziger Sohn ist jetzt ein Krüppel und kann dir keine Hilfe mehr sein." Wieder schaute der Bauer in die Runde und antwortete: "Habt ihr nicht begriffen? Wir nehmen nur Bruchstücke des Lebens wahr, doch ihr tut, als könntet ihr das Ganze beurteilen. Tatsache ist, mein Sohn hat beide Beine mehrfach gebrochen. Lasst es damit genug sein: Glück oder Unglück, wer weiss das schon?" Ein paar Wochen später rüstete der Kaiser zum Krieg und verpflichtete alle jungen Männer im Dorf zum Kampf. Einzig der behinderte Sohn des alten Bauern wurde nicht einberufen. "Ach, was hast du wieder für ein Glück gehabt, alter Bauer", riefen die Dorfbewohner. Nachdenklich entgegnete der weise Mann: "Könnte ich euch nur helfen, tiefgründiger zu sehen. Wie durch ein Schlüsselloch betrachtet ihr das Leben, glaubt jedoch, das Ganze zu erkennen. Niemand von uns weiss, wie sich das Allganze zusammensetzt. Was eben noch wie ein grosses Unglück scheint, mag sich in einem anderen Moment als Glück erweisen. Und umgekehrt gilt das Gleiche. Sagt einfach: Unsere Männer ziehen in den Krieg und dein Sohn bleibt zu Hause. Was letztendlich daraus wird, Glück oder Unglück, wer weiss das schon?" |
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